… in einem anderen Film
Heimatfilm, … oder In einem anderen Film?
Uraufführung im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ in der Remise Bludenz am 3. Oktober 2026.
Ausschnitte aus den Proben mit dem Film-Rohschnitt:
Christa Engstler: Regie, Kamera, Schnitt
Reinold Capelli: Alphorn, Komposition
Gammon: Modular Synthesizer, Komposition
„In einem anderen Film“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an der Schnittstelle von Fotokunst, Film und Neuer Musik. Das Projekt knüpft an die Avantgarde-Tradition des Cinepoems an, einer Kunstform, die sich in den 1920er-Jahren insbesondere im Umfeld des französischen Impressionismus und Surrealismus entwickelte. Im Zentrum steht die Verbindung von bewegtem Bild, Fotografie und Musik, wobei die einzelnen künstlerischen Ebenen gleichberechtigt miteinander in Beziehung treten.
Die Fotografin Christa Engstler überzeichnet die Idylle eines Vorarlberger Dorfes. In dieser scheinbar heilen und von den globalen Krisen weitgehend verschonten Welt erscheint das starre Festhalten an Traditionen als vermeintlicher Schutzraum. Der Film spürt dieser Sehnsucht nach, überhöht sie ästhetisch und bricht sie zugleich. Hinter der idyllischen Oberfläche wird zunehmend eine herannahende Realität spürbar, die sich als bedrohliche Gegenwart manifestiert. Zu Protagonisten werden dabei Pflanzen, Wind, Wetter und Landschaft ebenso wie die Maschinen, die zu ihrer Pflege und Bewirtschaftung eingesetzt werden.
Die Filmmusik verbindet die archaischen Klänge des Alphorns mit der experimentellen Klangsprache des Modular-Synthesizers. Daraus entsteht ein Spannungsfeld, das die vertraute Welt allmählich ins Wanken bringt.
Bei der Uraufführung wird die Musik live zum Film gespielt und aufgezeichnet. Die entstandene Live-Aufnahme wird anschließend im Tonstudio mit dem Film synchronisiert.
Der finale Film wird anschließend bei internationalen Festivals für Film-, Video- und Medienkunst eingereicht.